Kleidung aus Alpaka-, Lama- und Schafwolle

Ein Solidaritätsprojekt von INTERSOL und MUSOL.

Sie stehen ebenso für Respekt vor den Menschen- und Arbeitsrechten ein? Sie schätzen umweltfreundliche Produktion von Kleidung und faire Bezahlung? Unterstützen Sie die Arbeiterinnen in Potosi, damit sie die Minen endgültig verlassen können.

Für Freiheit, Unabhängigkeit und das Recht auf ein menschengerechtes Leben.


Teil der Zusammenarbeit werden.

Mit dem Kauf eines Kleidungsstückes tragen auch Sie zu Solidarität bei.

Solidarität als Alternative

INTERSOL ist ein konfessions- und parteipolitisch unabhängiger, gemeinnütziger Verein aus Salzburg, der 1992 gegründet wurde. Gemäß unseren Grundsätzen Solidarität, Pluralität & Demokratie engagieren wir uns für neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Nord und Süd und lösen damit das klassische Konzept von Entwicklungshilfe mit Kooperation auf Augenhöhe ab.
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Solidarität mit den Frauen

Unterstützung der Frauen des Bergwerksektors und deren Kinder, Stipendien, Rechtsberatung, psychologische und gesundheitliche Betreuung sowie politisches Lobbying.
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Umweltfreundlich

Wir setzen auf Fairness. Überall.

Nicht nur Ponchos, Schals und andere Kleidungsstücke werden umweltfreundlich produziert. Auch die Etikettierung wird in einem fairen Unternehmen (Deutscher Fairness-Preis) mit CO2 neutralem Druck durchgeführt. Dies geschieht im Rahmen des ökologisch verträglichen Sammeldruckverfahrens bei FLYERALARM.

Das Schicksal von Potosi

Potosí liegt 4.067 Meter über dem Meeresspiegel und ist damit die höchstgelegene Stadt der Welt. Einst war Potosí auch eine der reichsten und größten Städte der Welt, heute ist die Stadt eine der ärmsten Boliviens. Das Symbol der Stadt ist der Berg „Cerro Rico“ (Reicher Berg). Seit der Gründung von Potosí im Jahr 1545 bestimmt dieser Berg das Schicksal der Stadt. Seit damals werden Bodenschätze aus dem Berg geschürft, verarbeitet und exportiert. Auf die Arbeitsbedingungen und Lebensbedingungen der „Mineros“ und ihrer Familien wird dabei ebenso wenig geachtet wie auf den Umweltschutz. Grundlegende Arbeits- und Menschenrechte werden in diesem Millionengeschäft mit Füßen getreten.

Fehlende Sicherheitsvorkehrungen und menschunwürdige Arbeitsbedingungen führen dazu, dass die „Mineros“ früh an ihrer Arbeit sterben. In seiner Geschichte forderte der Bergbau im „Cerro Rico“ bereits sieben Millionen Tote. Die durchschnittliche Lebenserwartung der Minenarbeiter liegt bei fünfundreißig Jahren. In den Jahren 2009 und 2010 gab es durchschnittlich zwanzig Todesfälle im Monat. Vier Menschen starben durchschnittlich durch Unfälle, sechzehn durch Erkrankungen, welche durch die Arbeit verursacht wurden. Die häufigste Krankheit ist die als „Mal de Mina“ bezeichnete Silikose (Staublunge). Besonders gravierend ist, dass fast siebzig Prozent der Minenarbeiter nicht krankenversichert sind. Die wenigsten sind sozialversichert. Die Familien der Verstorbenen bleiben meist ohne jegliche soziale Absicherung zurück. Das Schicksal der betroffenen Frauen und ihrer Kinder wird ignoriert, sie erhalten keine Entschädigungen und Unterstützungen, was zu extremer Armut führt.

Alpakawolle

Perfektes Wohlfühlklima, einmalige Thermoeigenschaften sowie ein hoher Grad an Elastizität und Widerstandsfähigkeit. Das nennen wir Qualität aus den südamerikanischen Anden.


Name Adela Bravo Arriola
Geburtsdatum 11.6.1961 (54 Jahre)
Geburtsort Canutillos; Provincia Cornnelio Saavendra, 3. Seccion
Familienstand Witwe; 2 Kinder (Luis Eloy Bravo, Marcelina Sonia Tacuri)
Beruf Guardabocamina
Dona Adela

Frau Adela arbeitet seit etwa 20 Jahren als Guardabocamina. Sie wurde in einem Dorf geboren und kam aus wirtschaftlichen Gründen mit ihren beiden Kindern nach Potosi, um hier Arbeit zu finden.

Aus Angst und Nichtbezahlung wechselte sie mehrmals ihre Arbeitsstelle (Mine) am Cerro Rico. Mittlerweile ist sie bei der Mine Mina Blanquita 1 de cooperativa minera Jayaquila angestellt, welche rund eine Stunde von Potosi entfernt liegt. Hier bekommt sie zumindest den viel zu niedrigen Betrag von 900 Bolivianos pro Monat bezahlt - und das mehr oder minder regelmäßig. Adela möchte allerdings nicht mehr nach Potosi zurück. Immerhin sind die Arbeitsbedingungen in den Minen des Cerro Ricos noch ungünstiger.

Die Herstellung von Schals, Ponchos und anderen Kleidungstücken aus Alpaka-, Lama- und Schafwolle ist ein Zuverdienst zu ihrem Lohn als Guardabocamina. Der Traum von Adela ist es durch die Produktion und den Verkauf der Strickwaren ausreichend zu verdienen, um die Minen endgültig verlassen zu können.

MATERIAL

Alpakafasern verfilzen kaum, haben einen sehr geringen Faserdurchmesser und erlauben somit bestmögliche Verarbeitung.


Teilweise maschinell hergestellt
Einfärbig oder mit Tiermotiven (Lama)
Alpaquita: Mischwolle aus Alpaka und Acryl
Stoffe aus La Paz & Potosi, Bolivien

PRODUKTIONSSCHRITTE

Bis zum fertigen Produkt benötigt es die folgenden vier Schritte.


  1. Einkauf der Wolle in La Paz sowie Potosi
  2. Stricken mit Maschine oder per Hand – Arbeitszeit für einen Poncho: ca. 1 Tag mit der Strickmaschine oder eine Woche per Hand
  3. Vernähen, Zusammennähen, Abschlüsse annähen
  4. Veredeln und Fertigstellung

FAMILIENUNTERNEHMEN

Adela bekommt Unterstützung ihrer Kinder.


Adela Bravo Arriola
Luis Eloy Bravo (Sohn)
Marcelina Sonia Tacuri (Tochter)

Logo

WASCHANWEISUNGEN

30 Grad Handwäsche


NICHT auswringen
NICHT bügeln
NICHT maschinell trocknen

Lamawolle

Lamawolle ist weich und geschmeidig. Die Lamafaser besitzt ähnliche Charakteristiken wie jene der Alpakas. Einziger Unterschied: sie ist zu dick und fest für die Verarbeitung mit Maschinen. Das ist allerdings kein Nachteil: Wir versichern Ihnen somit 100% Handarbeit.



100% Handarbeit

Traditionelle Farben und Muster

Reine Lamawolle (100%) nicht gefärbt

Hergestellt in Potosi, Bolivien

Für die Produktion von Kleidung mit Lamawolle ist ebenso Frau Adela (siehe Beschreibung Alpakawolle) verantwortlich.

Schafwolle

Atmungsaktiv. Funktioneller Mehrwert trotz hohem Wärmerückhaltevermögen.



Dona Adela
Name Hilaria Copa
Alter 46 Jahre
Familienstand Witwe; 4 Kinder (2 Burschen / 2 Mädchen), alle schon im Erwachsenenalter
Beruf Zur Zeit arbeitslos; beginnt jedoch bald als Hilfsarbeiterin an einer Baustelle, um die Ausbildung ihrer Kinder zu finanzieren.

Geboren wurde sie in einem Dorf, in einer der ärmsten Gebiete von dem Departamento Potosi, weit weg von der Hauptstadt selbst. Dort gebar sie auch ihre Kinder. Weiters lernte sie stricken sowie das Färben von Fasern mit diversen Pflanzen. Angeblich sei ihr Mann in diesen Dingen begabter gewesen als sie - darüber lässt sich natürlich streiten.

Vor 14 Jahren starb ihr Mann bei einem Unfall. Zwei Jahre danach entschied sie sich dazu, mit ihren Kindern in die Stadt Potosi zu ziehen.

Laut ihr war es eine schwierige Zeit, in der die Familie oft Hunger und Durst leiden musste. Über eine Freundin ist sie schlussendlich zum Projekt MUSOL gekommen. Dort fand sie zahlreiche Mitstreiterinnen, die ähnliche Geschichten zu erzählen haben.

HERSTELLUNGSPROZESS

Bis zum fertigen Produkt ist einiges notwendig.


  1. Einkaufen und Waschen roher Schafwolle (direkt vom Bauern)
  2. Spinnen des Schafwollfleeces zu einem Faden
  3. Stricken
  4. Erneutes Waschen der Schals
  5. Auskochen der Pflanzen – abseien des gefärbten Wassers
  6. Kochen der Schals im gefärbten Wasser; bis zu 24 Stunden einweichen, bis die ganze Farbe vom Wasser in die Wolle übergegangen ist
  7. Trocknen der Schals und Veredelung

NATÜRLICHE FARBEN

Zum Färben der Wolle setzt Doña Hilaria auf Pflanzen.


  • Tola: Pflanze, die in der Gegend um Potosi vorkommt. Je nach Jahreszeit mehr oder weniger saftig und dementsprechend gut zum Färben geeignet. Man erhält Farben von Grün bis Gelb.
  • Molla: Wächst in der Nähe von Gewässern und zaubert ein saftiges Grün in die Kleidungsstücke.
  • In der Regenzeit gibt es noch weitere Pflanzen die zum Färben geeignet sind. Dann sind auch mehrere Farbfacetten möglich.

MATERIAL

Schals aus Schafwolle und Naturfarbe


Reine Schafwolle aus Betanzos
100% Naturfarbe

WASCHANWEISUNGEN

30 Grad Handwäsche


NICHT auswringen
NICHT bügeln
NICHT maschinell trocknen

Kontaktieren Sie uns.

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Melden Sie sich ganz einfach direkt per Mail an office@intersol.at.

Wir bemühen uns, alle Anfragen innerhalb von 24 Stunden zu bearbeiten.

INTERSOL - Verein zur Förderung INTERnationaler SOLidarität

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